Was wir aus dem Skandal rund um Facebook und Cambridge Analytica lernen können

Im März ging ein Aufschrei durch die Medien weltweit, als bekannt wurde, dass im Zuge eines Datenmissbrauchs die Daten von bis zu 87 Millionen Facebook-Nutzern unzulässig mit der britischen Datenanalysefirma Cambridge Analytica geteilt worden sind  Der Datenmissbrauch dürfte zwar vor allem Nutzer in den USA betreffen, jedoch sollen auch die Daten von bis zu 310.000 deutschen Usern mit Cambridge Analytica geteilt worden sein. Über die Hintergründe wurde viel geschrieben, darum soll es hier aber nicht gehen, sondern um das Wesentliche: Der Verlust privater Daten und was wir daraus lernen können.

Weltweit hat Facebook über zwei Milliarden Nutzer, davon über 30 Millionen in Deutschland. Das Unternehmen von Mark Zuckerberg verfügt also über einen gewaltigen Datenschatz. Veröffentlichungen von Datenlecks in verschiedenen Unternehmen gibt es immer wieder, da jedoch fast jeder dritte Deutsche über einen Facebook-Account verfügt und dort zumeist sehr persönliche Informationen preisgibt, fühlen sich in diesem Fall mehr Menschen als sonst davon betroffen.

Doch was können wir aus dem Skandal rund um Facebook und Cambridge Analytica lernen? Zum einen sollten wir alle uns genau überlegen, welche persönlichen Informationen wir im Internet teilen. Dabei spielt es keine Rolle, welche Internetplattform man benutzt. Ob man auf Facebook nach dem besten Restaurant in Neapel fragt oder die Frage einer Suchmaschine stellt, in beiden Fällen kann es passieren, dass man am Ende von der entsprechenden Werbung im Internet verfolgt wird. Zum anderen kann man sowohl bei den Facebook-, als auch den Browser-Einstellungen die Sichtbarkeit der persönlichen Daten teilweise einschränken.

Durch den Facebook-Skandal wurde der Öffentlichkeit die Wichtigkeit von Datenschutz und Privatsphäre vor Augen geführt. Das kann zum einen durch die richtigen Einstellungen gewährleistet werden. Zum anderen aber auch durch die Nutzung von alternativen Messaging-Diensten, Social-Media-Portalen oder Internet-Suchanbietern. Diese bieten bei genauerer Betrachtung mitunter sogar innovative Features, die man bei den Marktführern vergeblich sucht. Versuchen Sie es doch selbst einmal und probieren Sie einfach eine der Alternativen für einige Zeit aus.